Burlesque – Retromode und Körpergefühl

Veröffentlicht in Medien, Sexualität mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am Oktober 7, 2008 von panopaea

Burlesque ist Retro, Burlesque ist die elegante, saubere und prachtvolle Art des Sriptease. Burlesque hat Seele. War das schon immer so oder kommt es uns heute mit unseren reizüberfluteten Augen nur so vor, dass Frau beim Burlesque Würde und Stolz behält. Sind wir eben einfach derberes, platteres gewohnt?

Popkulturikone Betty Page ist Wahrzeichen des 50er Jahre Pin ups, Fetisch und Burlesque-Tanz. Sie prägte nicht nur eine Ära sondern ist auch heute noch Inspiration und Muse der Modeszene. Der Rockabilly Retrostyle kommt ohne sie nicht aus.

Die erotisch naiver Art ihrer Selbstdarstellung fasziniert über Jarzehnte Hinweg Männer aber auch Frauen. Einzigartig ist ein jüngeres Interview mit ihr bei dem sie jedoch als gealtertes einstmaliges Sexsymbol dem Zuschauer verborgen bleibt.

In Betty Page Fußstapfen tritt heute Dita von Teese. Vom gewöhnlichen Tabledancemädchen schaffte sie es mit einem cleveren Medienumgang zum akzeptierten und hochklassigen Showgirl zu avencieren.

Dita von Teese, imitiert nicht nur den Burlesquetanz. Sie gab ihm auch ein neues Gesicht. Im letzten Jahrzehnt wandelte sich auch das Zuschauerklientel. Von der Untergrund Fetischszene hin zum tendigen Mainstream Amusement. Diese Mode lebt von und mit ihren Assesoirs. Strumpfhosen, Highheels und Korsetts dienen der Wandlung hin zu einer Phantasiefigur, einem Showgirl.  Die exotische Kleidung, das Verkleiden ist sicherlich mit Grund dafür, das immermehr weibliche Zuschauer fasziniert sind von dieser eindruckvollen Performents.

Burlesquetänzerinnen strahlen eine unheimlich intensive sexuelle Kraft und ein positives Körpergefühl aus. Burlesque-girls sind keine Mädchen die natürlich wirken wollen. Sie kreieren sich selbst für die Bühne, für ein Publikum neu. Die Verführung des Publikums erfolgt mit Charme, typischen retro Posen und einem Augenzwinkern. Bei der Entwicklung einer Showfigur spielt das Thema eine große Rolle das durch hochwertige Assesoirs lebendig wird.

In einem Interview spricht Dita von Teese über die Liebe ihrer weiblichen Zuschauer zu dem Glamour des Burlesque:

Dita von Teese, das Showgirl auf der Bühne:

 

Catwalk is burlesque, so Dita von Teese. Dita arbeitet bereits mit 15 Jahren selbst in einem Lingeriegeschäft und spricht über ihre liebe zu Point-schuhen und Korsetts. Hat nicht jedes Mädchen und Frau eine Liebe zu ihren Kleidern oder bestimmten Assesoirs die zu einem guten und sexy Körpergefühl beitragen? Viele Frauen lieben Handtaschen, Schuhe oder Halsketten, die ein Hilfsmittel sind um die eigene Persönlichkeit nach außen zu tragen. Ein kleines Showgirl steckt also in fast jeder von uns.

Dita weiss wie wichtig Mode für den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist. Sie macht deutlich, das trotzdem sie auf der Bühne für das Publikum performt, Lingerie trägt um sich selbst gut zu fühlen:

Puppenfrauen in der NPD

Veröffentlicht in Medien, Rechtsextremismus mit Tags , , , , , , , , , , am August 26, 2008 von panopaea


Frauen wollen liebe Mädchen sein, behütet und umsorgt werden. Zu dem Schluss wäre ich nach den letzten Artikeln über die modebewussten Gothic Lolitas und eleganten Schmuse-Kätzchen gekommen. Sanftmut, Einfühlungsvermögen und Tiefsinnigkeit sind Attribute mit denen sich junge Frauen gerne schmücken.

Wen wundert es da, dass Frauen nichts mit der Grobschlachtigkeit und Verfassungsfeindlichkeit rechter Gruppen aus bildungsfernen Schichten anfangen können.

Die 39-jährige Drag Queen Olivia Jones erkundigte sich bei einer Wahlkampfveranstalung der NPD in Hannover nach der Frauenquote im Rechten Lager und musste ernüchternd feststellen das sich kaum eine “Frau” für die Partei an diesem Tag interessiert zeigte. Bundesweit sind nur 19% der NPD-ParteibuchbesitzerInnen weiblich. “Aber irgendwie müsst ihr euch doch auch fortpflanzen!” ,konfrontierte die Entertainerin einen der ’schlagunfertigen’ Parteisympathisanten.

Vielleicht angeregt durch Olivia Jones Hinweis reagiert die NPD. Möglicherweise trieb sie die Angst eventuell doch als “Schwulen-Verein” in der Öffentlichkeit dargestellt zu werden. Man möchte anscheinend den potentiellen Wählerkreis vergrößern und es sieht erschreckender weise so aus als wollte die rechte Szene mit einem angedeuteten, versuchten Imagewechsel nun auch die Frauen für sich gewinnen.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hat bemerkt das speziell Frauen geködert werden sollen. Das Land Brandenburg stellt hierzu fest, dass das Frauenbild bisher im Parteiprogramm der NPD recht einseitig durch kuriose Argumente konstruiert wird. “Selbstverwirklichung”, so wird das Parteiprogramm zitiert, sei abzulehnen.
Die Projektgruppe “Lola für Lulu” sieht die Entwicklung noch verschärfter. Die zunehmende Anzahl weiblicher NPD-Wähler sei vor allem auf das “deutliche Engagement in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit” zurückzuführen. Durch die Gewinnung von mehr Frauen könne sich die NPD “in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend als bürgerliche und sozial engagierte Organisationen präsentieren”. Frauen als Wählerinnen sind dienliche, begehrte und wirksame Imageverbesserer.
Sind Frauen modisch auf der Höhe der Zeit gekleidete Marionettenpüppchen zu Werbezwecken oder brav auf dem Kamin in der Küche sich rekelnde Schmusekätzchen?

Links:

Laß mich dein Welpe sein

Veröffentlicht in Psychologie, Sexualität mit Tags , , , , , , , , , , , , , , am August 25, 2008 von panopaea

Gestern schrieb ich von Frauen die für kuz oder länger niedliches Püppchen spielen, Gothic Lolitas.

Der Wunsch betüttelt zu werden schien mir dabei groß. Offensiv befriedigen pet-player dieses Verlangen. Sie schlüpfen in die Rolle von Tieren die umsorgt werden wollen. Auch hier geht es den Rollenspielern nicht um pure sexuelle Befriedigung, sondern mehr. Sie identifizieren sich mit einer Tierart. Sehen sich als treues Hündchen, eigensinnige elegante Katze oder gelehriges Pony. Süß und niedlich wollen dabei vor allem die jungen, weiblichen pet-player sein.

Isibella aus Großbritannien lebt ihre Katzenwelpenfantasie:

Auch hier scheint mir Ästhetik und die Beziehung zwischen “Tierhalter” und Tier wichtiger zu sein als die sexuellen Handlungen selbst.

Ähnlich den “visual kei”-Begeisterten spielen Assesoirs, Verhalten und Aussehen eine bedeutende Rolle.

Was Isibella an Hilfsmitteln über eine längeren Zeitraum zusammengesammelt hat stellt sie auf youtube stolz und liebvoll zur Schau.

Ich zeihe hochachtungsvoll vor Isibella den Hut, dass sie sich die Freiheit nimmt öffentlich zu ihrer Neigung zu stehen und bewunder sie für ihre Weiblichkeit, Selbstachtung und -bewußtsein.

weitere Links:

www.petplay.de

Fürsorge vs. Sexualität

Veröffentlicht in Medien, Psychologie, Sexualität mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am August 24, 2008 von panopaea

“What did you think.

Did you think I wasn’t up here selling sex to you? (…)

I’m not a child! Its ok to name it.”

Die Kindheit ist ein Zustand in der das Individuum besonderem Schutz unterliegt. Bei vielen Säugetieren ist das der Fall. Hundewelpe sind vor Aggression von Artgenossen durch ihre besonders runde Kopfform und einem “Babyduft” geschützt. Diese Kinderattribute sichern das Überleben der uneigenständigen jungen Lebewesen.

Beschützerinstinkte werden geweckt. Niedlichkeit verdient besondere Beachtung, einen vorsichtigen Umgang und Fürsorge. Etwas wonach man sich als Erwachsener manchmal heimlich sehnt.

Gothik Lolitas sind junge Frauen, die sich wie kleine Mädchen stylen und Verhalten. Dieser Modetrend findet seinen Ursprung in dem Lolitalook-liebendem Land Japan. Frühere Zensurbestimmungen des 19. Jh. und 20. Jh. verboten das Darstellen von Schamhaar auf Bildern und in Filmen. Zuviel Weiblichkeit erschien obszön. Kindliche, reine Unschuld hingegen nicht.

Natürlich, so werden die meisten Gothik Lolitas sagen, hat dieser Trend nichts mit Pornografie oder Sex zu tun. Es geht um Ästhetik, Perfektion, Jugend und Reinheit. Nachgearmt werden Figuren aus Mangas, nicht aus Hentais! Der Unterschied ist entscheidend, handelt es sich bei Hentais doch explizit um pornografische Mangas. Zu sehen gibt es dort fantasievolle, abstrakte Tatsachen.

Also, wer sich wie ein Kind anzieht möchte nichts mit Sex zu tun haben und niemals sexy wirken und schon gar nicht Männern gefallen!!! :-D

Glaub ich sogar! Sehnsucht nach Fürsorge ist nämlich ein viel stärkeres Verlangen als das nach der verpönten sexuellen Befriedigung.

Visual kei -Gothik Lolitas-

Veröffentlicht in Medien mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am August 23, 2008 von panopaea

Ich hab 7 Fernsehbeiträge zusammengestellt. Alle beschäftigen sich mit “Visual kei”. Macht Spaß zu Vergleichen wie unterschiedlich die Beiträge zum Thema “Visual Kei” sind. Vor allem mit Hinblick auf den Sender auf dem sie liefen:

Arte -Tracks:

visual kei= sexy, trash und ziemlich laut/ Acid für die Augen

3sat -Kulturzeit:

visual kei= visueller Stil/ eine Mischung aus Punk, Gothik und Mangacomik/ Internetkultur

zdf -Volle Kanne:

visual kei= exzentrischer Kult düsterer Punk Lollis

sat1 -blitz:

visual kei= alles was man braucht um Eltern zu schocken und zu provozieren

pro7 -taff:

?worum geht es hier eigentlich?….. ;-) Thema ist so ungefähr: Gothik Lolitas= Menschen die sich als Comikfiguren verkleiden

ard -Polylux:

visual kei= Hardrock für Teenager die nicht erwachsen werden wollen

ard -Weltspiegel

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Über die “Trueness” des “visual kei” könnte ihr euch bei “Adultos Blog” informieren. Der Autor stellt mit bedauern fest, das die eingedeutschten visual kei -Bands wie “Cinema Bizarre” zu kommerziell ausgerichtet sind als das sie mit den wirklichen Originalen aus Japan mithalten könnten.

zusätzliche Links:

Umarmung

Veröffentlicht in Freundschaft mit Tags , , , , , , , am August 23, 2008 von panopaea

  • Ist es denn die Möglichkeit? Wer auf Wikipedia nach “Umarmung” sucht wird nicht wirklich fündig. Vielleicht ist die Umarmung auch etwas so selbstverständliches, dass man sie nicht erläutern muss. Einige versuchten sich an einer lexikalischen Beschreibung… doch wurden gelöscht.

In meinen Armen:

  • Roland Mischke hat sich bei dem US-amerikanische Psychologe David Schnarch schlau gemacht. Dieser hat sämtliche Formen des Nahkontakts studiert und festgestellt, dass die Sprache der Umarmungen erstaunlich vielgestaltig ist. Nachzulesen in einem Artikel auf morgenweb.de

  • Schon lange ein Trend:: Gratis- Umarmungen! Als ich das 2007 zum ersten Mal in der Perther Innenstadt Australiens sah wollte ich das unbedingt auch nach Deutschland holen und musste feststellen das es das auch hierzulande schon lange gibt. Großzügige Menschen die Umarmungen verschenken und damit Leute begeistern, irritieren oder anstecken.

Kitesurfen lernen

Veröffentlicht in Sport, surf mit Tags , , , , , , , , , , am August 23, 2008 von panopaea

Komme gerade aus einen Kitesurf-Urlaub. Wunderbar stürmische, verregnete 5 Tage in Workum in Holland. Hatte mich vorher gefragt ob es überhaupt möglich ist innerhalb einer Woche fahren zu lernen.

;-) Ja, es geht! Als Extremsportart stigmatisiert schreckt es vielleicht noch viele ab. Aber zu unrecht! Man freundet man sich schnell mit der Technik, dem Wind und der Energie an. Viele Bewegungsabläufe sind dem Surfen, Snow- und Wakeboarden ähnlich. Noch steht das Kitesurfen abseits des Breitensports. 2001 als Sportart geboren steckt die Technik aber schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen. Das teure Equipment reifte schnell, sodass mit zunehmender Sicherheit in Zukunft auch die Zahl der Anfänger steigen wird.

Eine kleine Einführung in den Kitesport: